Die SPD im Landkreis Nordsachsen

Wittig (SPD): Stemmen uns gegen Rechtsruck

Kommunales

LVZ 9.10.

Fraktionschef wirbt um Mitstreiter für Kommunalpolitik

Nordsachsen. In einem Interview mit dem MDR hatte der neu gewählte sächsische CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Hartmann vor Kurzem eine künftige Koalition mit der AfD nicht ausgeschlossen. Das hat zu Reaktionen in Nordsachsen geführt. Heiko Wittig, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, kritisiert die CDU. „Wen das nicht aufrüttelt, dem ist nicht mehr zu helfen“, konstatiert der Wittig, und weiter: „Schlimm genug, dass die CDU-Landtagsabgeordneten ihrem eigenen Ministerpräsidenten Kretschmer die Gefolgschaft verweigern und seinen vorgeschlagenen Kandidaten Geert Mackenroth durchfallen lassen, aber noch schlimmer ist eine derartige nicht hinnehmbar Aussage Hartmanns.“

Hartmann hatte gestern in einem LVZ-Interview seine Aussagen präzisiert. Die SPD-Kritik erreichte uns davor. „Ich habe weder ein Interesse noch das Ziel, mit der AfD zusammenzuarbeiten“, sagte Hartmann dieser Zeitung. Es gebe keine inhaltlichen Schnittmengen, fügte er hinzu, schränkte aber ein: „Nach der Landtagswahl werden wir aber alle mit den Ergebnissen umgehen müssen.“

Laut Wittig zeige Hartmanns Wahl zum CDU-Fraktionschef „deutlich, in welche politische Richtung sich die Landes-CDU orientieren möchte, allen schnell folgenden taktisch geprägten Dementis aus dem Bund und anderswo her zum Trotz“. Er freue sich deshalb umso mehr, „wie viele Leute sich aufgrund der drohenden Gefahr eines erheblichen Rechtsrucks in ganz Sachsen uns in Vorbereitung der Kommunalwahlen im Mai nächsten Jahres anschließen und auf unseren Listen als Parteilose für Stadt- und Gemeinderäte sowie den Kreistag kandidieren möchten“, fasste Wittig Gespräche der letzten Wochen zusammen. Ein Arzt habe ihm vor wenigen Tagen gesagt: „Die Zeit, im Sessel sitzen zu bleiben, ist vorbei. Ich möchte mir später nicht vorwerfen lassen, nichts gegen den drohenden Rechtsruck getan zu haben.“ Entsprechend gab er dem SPD-Fraktionschef seine Zustimmung zur Kandidatur. „Ich hoffe sehr, dass weitere Leute dem Beispiel vieler Kandidaten folgen werden und mit uns gemeinsam unliebsame Mehrheiten verhindern. Ein Anruf oder eine Mail genügen. Die Kontaktdaten sind im Internet leicht zu finden. Ich stehe jederzeit für Gespräche zur Verfügung“, so Wittigs Angebot für Bürger, die kommunalpolitisch aktiv werden wollen.

 
 

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