Die SPD im Landkreis Nordsachsen

Wittig kritisiert Schulleiter

Kommunales

Torgauer Zeitung vom 17.12.2015


Torgau. Harsche Kritik an vier nicht näher genannten Schulleitern im Landkreis hat Heiko Wittig, Chef der Fraktion von SPD/Grünen und FDP in der vergangenen Woche im Kreistag geäußert. Der Löbnitzer, der zudem Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des Kreistags ist, geißelte die geschlossene Abwesenheit der Pädagogen bei einer eigens anberaumten zweistündigen Unterredung zum Thema Schulschwänzer. „Da fühle ich mich doch veralbert“, so Wittig.
 


Die Versammlung war auf Anregung seines Fraktionskollegen Dr. Siegfried Schönherr einberufen worden. Dieser hatte die Kreisverwaltung bereits mehrfach auf die Brisanz des Themas hingewiesen und bedankte sich am vorigen Mittwoch auch für die Informationen, die ihm auf seine konkrete Anfrage nach den entsprechenden Zahlen gegeben worden waren. Zufrieden war er damit allerdings nicht. Deshalb forderte Schönherr nun von der Kreisverwaltung konkrete Schwänzer-Zahlen aller Schulen. Diese könne man nicht liefern, werde aber die Bildungsagentur um entsprechende Zuarbeit bitten, bot Landrat Kai Emanuel an. Hier schaltete sich Wittig ein und schlug vor, statt der Agentur-Zahlen die Statistiken des Ordnungsamts zu bemühen. Schließlich werde das bei Schulschwänzereien eingeschaltet. Wittig zeigte sich zudem irritiert, dass einige Schulen in Nordsachsen gar keine Schulschwänzer  an die Bildungsagentur meldeten. Dies sei schwer zu glauben.

Das Engagement seiner Fraktion in Dieser Frage erklärt Wittig mit dem erwiesenen Fakt, „dass genau die Schulschwänzer zu einem großen Prozentsatz die Schüler sind, die ohne Schulabschluss unsere Schulen verlassen und am Ende auch diejenigen sind, die später unsere Sozialämter am stärksten belasten.“ Dabei seien natürlich die Zahlen in den großen Städten ungleich höher als im hiesigen Landkreis. „Aber was wir in Nordsachsen tun können, werden wir tun“, kündigte der SPD-Bildungspolitiker an.

 
 

Counter

Besucher:400068
Heute:46
Online:1
 

Mitglied werden in der SPD