Die SPD im Landkreis Nordsachsen

Nordsachsen-SPD übt massive Kritik an Torgaus OBM

Kommunales

Die an Arroganz nicht zu überbietenden Aussagen der Torgauer Oberbürgermeisterin Romina Barth beim Neujahrsempfang der  Stadt Torgau haben selbst bis in den Kreisvorstand der SPD Nordsachsen Wellen geschlagen. Da behauptet die Oberbürgermeisterin doch allen Ernstes, dass „die Entwicklung von Torgau doch erst in den vergangenen Jahren so richtig angelaufen sei“ und „Torgau die letzten Jahre im Dornröschenschlaf verbracht hat“. „Diese Aussage schlägt allen ins Gesicht, die für Torgau in den ersten 25 Jahren nach der Wende Verantwortung getragen haben“, findet SPD-Kreisvize Heiko Wittig klare Worte. „Für  solch eine Frechheit gegenüber früherer Amtsinhaber, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der städtischen Betriebe, der Stadträte oder Ehrenamtlichen, die die Entwicklung der Großen Kreisstadt viele Jahre geprägt haben, gibt es keine Entschuldigung. Diese Arbeit derart zu diskreditieren, zeugt von unglaublicher Arroganz und ist in keinster Weise zu akzeptieren“.

Es bleibe sehr zu hoffen, dass sich in Torgau endlich mehr Leute finden, die sich von der ewig lächelnden OBM nicht nur blenden lassen, sondern mal hinter die Fassade schauen. Es ist nicht nur beschämend, was sie über ihre Vorgängerin im Amt sagt, es ist auch gefährlich für Torgau, was teilweise für Entscheidungen getroffen werden, so die einhellige Meinung der Sozialdemokraten.  

Der ebenfalls schwer getroffene Dr. Frank Henjes, der seit 1990 im Torgauer Stadtrat mitwirkt und sich in verschiedensten Funktionen hohe Verdienste für die Stadt erworben hat, meint, „ dass es nur zu hoffen sei, dass sich Frau Barth für ihre Entgleisungen beim Neujahrsempfang öffentlich entschuldigt. Alles andere wäre für das städtischen Personal und alle anderen betroffenen Personen einfach nur traurig“.

„Seitens der SPD Nordsachsen möchten wir uns bei allen bedanken, die sich seit der Wende für die Große Kreisstadt engagiert haben und zu dem gemacht haben, was sie heute ist“, blickt der Landtagsabgeordnete Volkmar Winkler zurück.

Gleichzeitig hofft die SPD Nordsachsen, „dass Frau Barth endlich daran geht, ihre vielen Versprechungen umzusetzen, damit die Stadt Torgau nicht an Lebensqualität verliert. Am dringendsten sehen wir dabei die Bekämpfung der in den letzten Jahren unter Frau Barth enorm gestiegenen Kriminalität in der Stadt“.

Dass ausgerechnet Frau Barth von der Etablierung eines Jugendparlamentes als ihr Ziel redet, ist nur einer „der schlechten Witze“ beim Neujahrsempfang, ergänzt Heiko Wittig, der maßgeblich als einer der ersten Unterstützer den Jugendlichen half. „Wenn Vertreter von SPD und Linken diesen Prozess nicht in den letzten Wochen angeschoben hätten, würde Torgau nie eine Interessenvertretung der Jugend bekommen. Seit 2015 hat Frau Barth dafür keine Minute verwendet, aber um vollmundige Reden war sie ja noch nie verlegen“.      

 
 

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