Die SPD im Landkreis Nordsachsen

Landkreis-SPD berät über Wahl-Programm

Kommunales

LVZ 6.3.2019

Nordsachsen. In einer Klausurtagung haben der SPD-Kreisvorstand und die Spitzenkandidaten der einzelnen Kreistagswahlkreise die Zielstellungen für die nächste Wahlperiode beraten. „Kern des Programms sind genau die Problemfelder, mit denen uns die Bürger immer wieder konfrontieren“, erklärte der Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Volkmar Winkler. „Deshalb bieten wir den Leuten in allen Kommunen an, unsere Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte bei Schwierigkeiten mit ausufernder Bürokratie, mit Antragstellungen und anderen Formalitäten anzusprechen. Wir sind dafür gewählt, uns zu kümmern und wir werden es tun“, ruft Winkler die Bürger auf, sich an die gewählten Vertreter der SPD zu wenden. Winkler selbst tritt zur Kreistagswahl, die am 26. Mai stattfinden wird, im Wahlkreis 8 (Region Oschatz/Mügeln) an.

Der Delitzscher Theo Arnold, der dem Kreistag seit 1990 angehört und der im Mai wieder im Wahlkreis 2 (Delitzsch) Spitzenkandidat seiner Partei ist, bleibt auch nach fast 30 Jahren kämpferisch: „Kein Rütteln wird es mit der SPD an den kommunalen Einrichtungen wie Krankenhäusern, der Volkshochschule, der Musikschule, dem Schullandheim oder den Mehrgenerationenhäusern geben.“ Dem Eilenburger Spitzenkandidaten Mathias Teuber, der im September auch für den Landtag antreten wird, sind als Elternsprecher die Förderung wohnortnaher Schulen mit Ganztagsangeboten und Schulsozialarbeitern sowie die Unterstützung der Initiative für längeres gemeinsames Lernen besonders wichtig.

Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Heiko Wittig (Kandidat im Wahlkreis 3, Löbnitz/Schönwölkau/ Krostitz/Jesewitz/Taucha), ergänzt, dass „Bildung Ländersache ist und die SPD deshalb die Übernahme der Schülerbeförderungskosten durch das Land einfordern wird“. Ute Meißner, Spitzenkandidatin im Wahlkreis 1 (Wiedemar/Rackwitz/Schkeuditz) betont, dass „gerade im ländlichen Bereich ein flächendeckender bezahlbarer öffentlicher Personennahverkehr von dringender Bedeutung ist“.

Den Bad Dübenern Stefan Lange (Spitzenkandidat im Wahlkreis 5, unter anderem Bad Düben, Zschepplin und Laußig) und Dr. Werner Wartenburger ist die Stärkung des bürgerlichen Engagements besonders wichtig. Lange als Mitinitiator des Landschaftstheaters und der freien Schule sowie Wartenburger als Chef des Obermühlenvereins wollen dies auch selbst vorleben.

Neu unter den Spitzenkandidaten in den acht Wahlkreisen sind als Parteilose die Cavertitzer Bürgermeisterin Christiane Gürth (Wahlkreis 7, unter anderem Dahlen, Wermsdorf und Cavertitz) sowie der Torgauer Bankkaufmann und Vereinsvorstand beim VfB Torgau, Thomas Richter. Gemeinsam mit allen anderen Kandidaten sind sie sich einig, dass eine konstruktive Zusammenarbeit im Kreistag wichtig sei, allerdings können die Bürger fest davon ausgehen, dass ein Rechtsbündnis strikt abgelehnt wird.

Die aktuellen Kreisräte und Ärzte Dr. Carola Paul und Dr. Peter Grampp sehen es vordringlich an, dass „eine ortsnahe medizinische Versorgung im Landkreis gesichert ist“.

 
 

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