Die SPD in Nordsachsen

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Kleinke: „Habe ich mir was in den Kopf gesetzt, bleibe ich am Ball“

Veröffentlicht am 01.09.2021 in Wahlen

Aus der LVZ vom 01.09.2021

Im Gespräch mit der Kreisausgabe der Leipziger Volkszeitung (LVZ) hat sich SPD-Bundestagskandidat Rüdiger Kleinke in der laufenden Wahlauseinandersetzung - eine etwas freundlichere Umschreibung für das gebräuchlichere Wort 'Wahlkampf' - erneut zu Wort gemeldet und dabei seine Zielstrebigkeit betont.

Aus der LVZ vom 01.09.2021:

Rüdiger Kleinke (52) lebt mit seiner Familie im Delitzscher Ortsteil Beerendorf. Seine Frau pendelt nach Berlin, wo sie für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit tätig ist. Die Tochter (22) studiert in Braunschweig und der 17-jährige Sohn bereitet sich derzeit aufs Abi vor. Kleinkes fahren gern gemeinsam Rad und wandern, kommen aber nicht oft dazu. Rüdiger Kleinke ist beruflich viel unterwegs.

Der studierte Lehrer für Mathe und Physik hat neun Jahre als Fachberater einer Bank gearbeitet. Im Jahr 2000 hat er Ebrosia, sein Versandhandelsgeschäft für Wein und Delikatessen, gegründet. 2009 entstand ein neues Logistikzentrum, das 2018 erweitert wurde. Mit 50 Mitarbeitern zählt das Unternehmen heute zu den großen Arbeitgebern in Delitzsch. „Sehr berührt“ habe ihn und sein Team 2019 die Verleihung des Wirtschaftspreises der LVZ.

Der Delitzscher reist gern, ist offen für Neues, spricht fließend Französisch und Englisch. „Ich liebe es, neue Städte zu erkunden und dort mit Menschen ins Gespräch zu kommen, in meiner Heimat genauso wie anderswo.“ In einer ruhigen Minute greift er gern zum Buch, entscheidet sich dann für Fantasy, historische Romane, aber auch naturwissenschaftliche Literatur.

Der Unternehmer ist bekennender Christ, „das ist Teil meines Lebens, der mir wichtig ist“. Nächstenliebe zu leben, ist für ihn ein wichtiger Punkt – ebenso, loyal gegenüber anderen zu sein. Er legt viel Wert auf Freundlichkeit und Höflichkeit im Umgang, scheut aber auch den Konflikt nicht. Eine Auseinandersetzung auf der Sachebene sei eine Möglichkeit, Dinge voranzubringen, Lösungen zu finden.

Kleinke übernimmt Verantwortung. Seine Partei, die SPD, hat er 1990 in Delitzsch mit begründet. Er ist seit 2009 Stadtrat in Delitzsch und noch ein Jahr länger Vorsitzender des Delitzscher SPD-Ortsvereins. Verantwortung zu übernehmen, hieß für ihn auch, bis 2020 insgesamt 27 Jahre lang den Delitzscher Carneval Verein mit rund 100 Mitgliedern als Präsident zu führen.

Der Nordsachse ist zielstrebig, „wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, bleibe ich am Ball“. Dieses Mal soll es mit dem Einzug als Direktkandidat in den Bundestag klappen. „Das ist für mich kein Karriereschritt, sondern ein Angebot an die Menschen“, betont der 52-Jährige. „Ich will etwas für den Landkreis bewegen, anpacken, zu den Leuten gehen, fragen, was ihnen wichtig ist, mich dafür einsetzen.“

Wie viel Prozent sieht er für seine SPD bundesweit als Ziel? „Alles, was besser ist als letztes Mal, ist gut“, meint er schlicht. Doch es gehe nicht um ein Wettrennen um Prozentpunkte, dieser Eindruck führe bei den Menschen zu Politikmüdigkeit. Wichtig sei zu schauen, dass man seine politischen Ziele am Ende umsetzen kann. Man müsse ganzheitlich denken und die Menschen mitnehmen. Klimaschutz beispielsweise sei sehr wichtig, doch die Leute müssten sich das Benzin auch weiter leisten können, und man dürfe auch der Wirtschaft nicht die Luft abdrücken.

Inge-Dore Engelhardt